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Gottesdienst

Weihnachten ohne Kirchgang ist kein richtiges Weihnachten. Viele Christen meinen aber, dass auch ein Sonntag ohne Kirche kein richtiger Sonntag ist. Wir können diesen Tag tatsächlich gar nicht besser beginnen als durch einen Gottesdienst, sonst rutscht er leicht ab ins Alltägliche und ein wichtiger Punkt zum Innehalten geht uns verloren. Wenn der Gottesdienst gut gelingt, ist er Motor und Katalysator zugleich. Er stärkt und motiviert für die neue Woche; und was die alte Woche an Lasten und Unruhe gebracht hat, können wir vor Gott ablegen. "All eure Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt für euch."

Der Gottesdienst kann unterschiedlich ausgestaltet werden, doch unterliegt er nicht der Beliebigkeit. Das ist gut so, sonst wäre er der Willkür einzelner unterworfen und könnte nicht mehr durch stets wiederkehrende, vertraute Rituale Menschen beherbergen.

Zu den Grundaufgaben des Gottesdienstes zählen:
- Gemeinschaft erleben zu lassen,
- das Wort Gottes zu Gehör zu bringen,
- die Nähe Gottes in Taufe und Abendmahl erleben zu lassen,
- im Gebet vor Gott Bitten, Klagen und Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen,
- an Bedürftige zu denken und für sie zu sammeln.

Der Gottesdienst wird nach einer Ordnung gefeiert, die durch das "Evangelische Gottesdienstbuch" für die ganze evangelische Kirche der Union (= die vormalige Landeskirche von Preußen) festgelegt ist. Diese Ordnung lässt im einzelnen viel Gestaltungsspielraum!
In der Predigt werden Texte aus der Bibel ausgelegt. Damit nicht ständig die gleichen Texte gepredigt werden, gibt es sechs Textreihen, an die sich die Prediger halten können - aber nicht müssen.
Für die Lieder, die von der Gemeinde im Gottesdienst gesungen werden, liegen Gesangbücher bereit.

Damit die Gottesdienstteilnehmer sich den Aufbau des Gottesdienstes vor Augen führen können, hier die Stationen:
1. Eröffnung und Anrufung;
2. Verkündigung und Bekenntnis;
3. Bitte und Dank;
4. Sendung und Segen.

Diese Stationen haben jeweils einige feste Elemente.

Zu 1. gehören: Begrüßung, Eingangsspruch, Eingangs-Psalm, Vorbereitungsgebet, Abschlussgebet;

zu 2. gehören: Lesung aus der Bibel, Glaubensbekenntnis, Predigt;

zu 3. gehören: Fürbittengebet und Vaterunser, wobei dieser Teil an manchen Sonntagen durch die Abendmahlsfeier ergänzt wird;

und zu 4. gehören die Segensworte.

Die Gemeinde nimmt aktiv teil am Gottesdienst - nicht nur durch die Lieder zwischen den vier Stationen.



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Ablauf in der Erlöserkirche

An folgenden Stellen im Ablauf der Erlöserkirche sind Rede- oder Gesangsstrophen aller Gottesdienstteilnehmer vorgesehen:

1. Nach der Eröffnung: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes" sagen alle: "AMEN."

2. Den Satz: "Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn..." ergänzen alle: "DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT."

3. Im Sündenbekenntnis antworten auf "Herr, sei uns Sünder gnädig" alle: "DER ALLMÄCHTIGE GOTT ERBARME SICH UNSER, ER VERGEBE UNS UNSRE SÜNDE UND FÜHRE UNS ZUM EWIGEN LEBEN. AMEN. "

4. Nach dem Eingangs-Psalm singen alle: "EHR SEI DEM VATER UND DEM SOHN UND DEM HEILIGEN GEIST, WIE ES WAR IM ANFANG, JETZT UND IMMERDAR UND VON EWIGKEIT ZU EWIGKEIT. AMEN."

5. Nach dem Gesang: "Kyrie eleison" (griechisch: Herr erbarme dich) singen alle: "HERR ERBARME DICH"; nach "Christe eleison": "CHRISTE ERBARME DICH", nach dem letzten "Kyrie eleison": "HERR ERBARM DICH ÜBER UNS".

6. Nach dem Gesang: "Ehre sei Gott in der Höhe" singen alle: "UND AUF ERDEN FRIED, DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN." Außerdem: "ALLEIN GOTT IN DER HÖH SEI EHR UND DANK FÜR SEINE GNADE, DARUM DASS NUN UND NIMMERMEHR UNS RÜHREN KANN KEIN SCHADE. EIN WOHLGEFALLN GOTT AN UNS HAT; DRUM IST GROSS FRIED OHN UNTERLASS, ALL FEHD HAT NUN EIN ENDE."

7. Der Gruß: "Der Herr sei mit euch!" wird beantwortet: "UND MIT DEINEM GEIST!"

8. Auf das Tagesgebet, das mit "... in Ewigkeit" endet, antworten alle singend: "AMEN".

9. Nach der Lesung und dem zweiten gesprochenen "Halleluja" singen alle: "HALLELUJA, HALLELUJA, HALLELUJA" (hebräisch: Lobet Gott!).

10. Das Evangelium wird gerahmt mit den Rufen: "Lob sei dir, o Herre! " und "Ehr sei dir, o Christe!"

11. Das Glaubensbekenntnis, das in der Regel gesprochen wird, findet sich im Gesangbuch unter der Nr. 853 (an den hohen Feiertagen jedoch Nr. 854).

12. Vor dem Schluss-Segen wird die sog. Sendung gesungen: "Gehet hin im Frieden des Herrn!" Die Gemeinde antwortet: "GOTT SEI LOB UND DANK".

13. Auf den Segen folgt das dreimalige "AMEN" der Gemeinde.



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Ablauf in der Gnadenkirche

Der Ablauf in der Gnadenkirche ist nur geringfügig anders:

1. Nach dem Spruch: "Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes" sagen alle: "AMEN."

2. Den Satz: "Unsere Hilfe kommt von dem Herrn..." ergänzen alle: "DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT."

3. Nach dem Eingangs-Psalm singen alle: "EHR SEI DEM VATER UND DEM SOHN UND DEM HEILIGEN GEIST, WIE ES WAR IM ANFANG, JETZT UND IMMERDAR UND VON EWIGKEIT ZU EWIGKEIT. AMEN."

4. Das Sündenbekenntnis ist in Holthausen mit der gesungenen Anrufung verbunden. Der Liturg sagt: "Wir rufen zu Christus, zu dem wir seit unserer Taufe gehören: Herr Jesus Christus, du bist für uns als Mensch geboren." Die Gemeinde antwortet mit dem Lied: "HERR ERBARME DICH" (EG 178.11), und das tut sie ebenso nach den Worten "Du bist für uns am Kreuz gestorben" und "Du bist für uns vom Tod erstanden."

5. Darauf folgt die Gnadenzusage mit einem Bibelvers und den Worten: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. " Die Gemeinde antwortet singend: "EHRE SEI GOTT, EHRE SEI GOTT, EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE. EHRE SEI GOTT, EHRE SEI GOTT, HALLELUJA, HALLELUJA. "

6. Auf das Tagesgebet, das mit "... in Ewigkeit" endet, antworten alle singend: "AMEN".

7. Nach der Lesung und dem zweiten gesprochenen "Halleluja" singen alle: "HALLELUJA, HALLELUJA, HALLELUJA" (hebräisch: Lobet Gott!).

8. Das Evangelium wird gerahmt mit den Rufen: "Lob sei dir, o Herre! " und "Ehr sei dir, o Christe!"

9. Das Glaubensbekenntnis, das in der Regel gesprochen wird, findet sich im Gesangbuch unter der Nr. 853 (an hohen Feiertagen meist Nr. 854).

10. Auf den Segen folgt auch in Holthausen das dreimalige "AMEN" der Gemeinde.



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In der Passionszeit und an Bußtagen wird auf das "Halleluja" und auch den Lobpreis "Ehre sei Gott in der Höhe" verzichtet.

Beim Abendmahl kommen in beiden Kirchen folgende Wechselgesänge und Melodien hinzu:

a) Nach dem Gesang: "Erhebet eure Herzen" singen alle: "WIR ERHEBEN SIE ZUM HERREN!"; und nach: "Lasset uns Dank sagen dem Herren, unserm Gotte!" heißt es: "DAS IST WÜRDIG UND RECHT."

b) Die Aufforderung zum Lobgesang im gemeinsamen Chor mit den Engeln und Heiligen bei Gott wird aufgenommen durch den Gesang: "HEILIG, HEILIG, HEILIG IST GOTT DER HERRE ZEBAOTH! VOLL SIND HIMMEL UND ERDE SEINER HERRLICHKEIT. HOSIANNA IN DER HÖHE. GELOBET SEI, DER DA KOMMT IM NAMEN DES HERREN. HOSIANNA IN DER HÖHE."

c) Nach dem Vaterunser wird gesungen: "CHRISTE DU LAMM GOTTES, DER DU TRÄGST DIE SÜND DER WELT, ERBARM DICH UNSER! CHRISTE DU LAMM GOTTES, DER DU TRÄGST DIE SÜND DER WELT, ERBARM DICH UNSER! CHRISTE DU LAMM GOTTES, DER DU TRÄGST DIE SÜND DER WELT, GIB UNS DEINEN FRIEDEN! AMEN."

d) Wenn es nach dem Abendmahl heißt: "Danket dem Herrn, denn er ist freundlich..." fährt die Gemeinde fort: "... UND SEINE GÜTE WÄHRET EWIGLICH."

Den Frieden untereinander verstehen wir nicht als Voraussetzung des Abendmahls, sondern als seine Konsequenz. Gott nimmt durch das Abendmahl weg, was uns trennt. Wir reichen uns daher nach Empfang des Mahls die Hände (sog. "Friedensgruß"), bilden dabei einen Halbkreis und hören ein stärkendes Sendungswort.

Das Vaterunser ist als Tischgebet des Herrn Bestandteil des Abendmahls. Findet kein Abendmahl statt, folgt es auf die Fürbitten. Dieses Gebet sollte eigentlich jeder Christ kennen. Im Gesangbuch findet es sich unter der Nr. 861.



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